Hallo!

Diesmal rede ich nicht lange um den heißen Brei herum, sondern stürze mich direkt in ihn, in der Hoffnung, dass a. ich mich nicht verbrühe und 2) er lecker schmeckt.

Wer die Überschrift flugs in den Google Translator wirft, bekommt als Ergebnis vermutlich maximum pain zurück, mit einem Ausrufezeichen am Ende zum Beeindrucken der Masse. Und das nahm sich Remedy Entertainment, übrigens Nordmänner, zu Herzen und entwickelten ein Noir-Spiel, welches ein Epitom der Shootergeschichte darstellen sollte. Und das ist nur zum Teil des Knittergesichtes des Protagonisten geschuldet.

Danke, englisches Wikipedia, für das Bild.

Als kurze Zusammenfassung der Story kann man sagen, dass Max Payne Detective beim NYPD ist, seine Frau und sein Baby eines Tages in seinem eigenen Zuhause von Verbrechern erschossen werden und er daraufhin Rache schwört. Das schöne an dem Spiel ist, dass es die Geschichte unglaublich gut in Monologen und “Comic”sequenzen erzählt, sodass man in die Abgründe seiner Psyche hineingezogen wird. Es passiert selten, dass Shooter mal eine anständige Story erzählen und den Spieler wirklich bewegen.

Doch die fesselnde Geschichte ist nur ein Teil der Faszination an Max Payne. Besonders ein Feature macht die Max Payne-Reihe berühmt, auch bei Leuten, die es nie gespielt haben: Bullet Time. Man konnte für kurze Zeit das Geschehen um Max so stark verlangsamen, dass man, wie in The Matrix, Kugeln ausweichen konnte. Nur war das deutlich fescher als in Matrix, da man hier wild durch die Gegend sprang und, je mehr Gegner man erschoss, die Zeit immer langsamer floss.

Das Knittergesicht! (in extremer Zeitlupe!)

Auch Max Payne 2: The Fall of Max Payne übernahm diese Konzepte, führte die tragische Story weiter und beschrieb, wie der Titel es sagt, den Niedergang von Max.Ich hätte gerne ein Poster. Die Spielmechaniken wurden weiter verfeinert, das Knittergesicht ausgetauscht gegen ein etwas natürlicher aussehendes

Aus irgendeinem Grund war es auf der Seite vom Kreis Kleve. Hum!

und die Kämpfe noch flüssiger und ansehnlicher. Ich weiß noch, dass ich es mir damals, als es erschien, mit meinem Vater kaufte. Bzw. hat mein Vater es mir kaufen müssen, war ja schließlich ab 18 und ich war da noch junge…15? Aber da war es ja noch alles freiwillig und nicht verpflichtend. Das waren noch Zeiten! Ah, ich schweife ab.

Der eigentliche Grund, warum ich das alles geschrieben habe, ist folgender:

Max Payne 3 ist nun schon recht lange angekündigt, wird aber nicht mehr von Remedy entwickelt sondern von Rockstar Games. Ihr wisst schon, GTA, Red Dead Redemption, Bully und so. Doch etwas schmeckte mir seit den ersten Screenshots nicht.

Meine Augen, meine Augen!

Max Payne ist kein New Yorker Polizist mehr (verständlich), sondern arbeitet bei einer Sicherheitsfirma. In Sao Paulo. Echter Dschungel passt meiner Meinung nach eher weniger als der Betondschungel zum Noir-Genre und Max Payne. Und irgendwie hinterlassen die Szenen aus Sao Paulo einen gewissen, faden Beigeschmack. Irgendwie erinnert mich Max an wen…aber…

Double Agent TO THE MAX!

Damit wäre dann auch das Kapitel der Spielgeschichte geklärt. Aber ich lasse mich überraschen, vielleicht kriegt Rockstar es doch hin, dass sich auch Teil 3 nach einem echten Max Payne anfühlt. Wenn nicht, wäre es ein sehr tragischer Schlag für eine ausgezeichnete Spielserie, die man wirklich wenigstens einmal gespielt haben sollte.

Ich habe das zwar schon längst getan, aber irgendwie habe ich durch das Schreiben wieder Lust bekommen, die beiden Teile zu installieren.

Bullet Time-CD-Einlegen!

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