Jan 29 2013

Hallo!

Vorgeplänkel!

Dieser Blogeintrag lag jetzt schon seit Monaten in meinem Skydrive herum, weil ich viel zu faul war, ihn hochzuladen. Schon komisch.

Weiter geht’s!

Bei der Vorstellung des iPhone 5 hat Apple auch iTunes 10.8 vorgestellt. Und für mich war diese Software neben dem neuen iPod Touch das Highlight der Keynote. Schon länger hätte Apple eigentlich das User Interface neu designen müssen, um die neuen wie auch die alten Funktionen übersichtlicher unterzubringen. Es mangelte an der Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit, und das sind ja die beiden Dinge, die Apple so sehr von Windows absetzten.

Daher kam dann iTunes 10.8, schick, schnell und klar gegliedert. Die Inhalte sollten künftig im Vordergrund stehen und nicht irgendwelche Menüs.

Auf der Keynote haben sie meines siebigen Gewissens nach noch gesagt, dass iTunes 10.8 Mitte Oktober veröffentlich wird. Als der 15.10. verstrich, hab ich auf der Apple-Seite nachgeschaut, dort stand dann „Ab Oktober“. Bis zum 29.10., wo sie Oktober spontan in November änderten.

Und dann, in der Nacht vom 29. auf den 30. September kam dann endlich die kleine, von mir heiß ersehnte umzirkelte 1 am Mac App Store Icon. Da war es endlich! Und weil so viel Zeit vergangen war, haben sie einfach noch zwei Zwischenversionsnummern draufgehauen und sind so bei iTunes 11 angelangt.

So wird man begrüßt!

Vor der Arbeit konnte ich es nur wenige, aber wertvolle Sekündchen ausprobieren, bevor ich loshasten musste, um zu meiner üblichen Zeit im Büro aufzuschlagen. Doch mittlerweile, nach ein paar Tagen des Ausprobierens, habe ich mir ein Bild machen können und kann sagen:

Schick und gut bedienbar!

Schon auf den ersten Blick werden viele Neuerungen deutlich, so fehlt, wie man am Screenshot weiter oben sehen kann, die Seitenleiste. Sie wurde ersetzt durch die obere Leiste, mit der man durch die einzelnen Ansichten springen kann und weitere Funktionen öffnet.

Groß angekündigt war auch der neue Mini-Player, den ich aber noch nicht so recht ausprobiert habe, da ich meist wild durch meine Alben springe, um ein Lied zu hören, auf das ich gerade Lust habe. Aber ein wenig habe ich ihn mir doch schon angeschaut und finde ihn nicht unbedingt brillant. Ich weiß nicht so recht, was ich damit anstellen soll.

Auch neu ist die Funktion „Up Next“ oder „Nächster Titel“ im Deutschen. Ich habe da bisher noch keine persönliche Verwendung für gefunden, aber das wird auf jeden Fall noch kommen, denn diese Funktion ist recht praktisch. Sie zeigt, nicht genau der Bezeichnung entsprechend, nicht den nächsten Titel in der Playlist an, sondern man kann damit den ausgewählten Titel als nächsten abspielen lassen, nachdem das aktuelle Lied fertig ist.

So sieht man direkt, was als nächstes kommt

So kann man „on the fly“ eine temporäre Playlist zusammenbasteln, Lieder hinzufügen, an die man gerade denkt oder auf Partys einfach mal sagen „Jeder wählt jetzt einfach ein Lied aus!“. Geht natürlich auch mit Playlists, nur muss man diese hinterher löschen.

Für den spontanen Hörgenuss empfinde ich es als eine recht praktische Funktion.

NACHTRAG: Weil ich ja, wie gesagt, diesen Eintrag schon seit Monaten herumliegen hatte, hatte ich mittlerweile auch die Chance, mal Up Next länger auszuprobieren. Und Junge, das ist eine großartige Funktion! Wirklich nur eine Kleinigkeit aber ich vermisse sie schon beim iPhone, wenn ich mir denk, dass ich jetzt gern dieses bestimmte Lied nach dem gerade laufenden hören würde.

Aber was war der große Knaller für mich bei der Keynote? Wann hab ich mir gedacht „WOWZER sieht das gut aus!“? An diesem Punkt:

Fesch!

Wer in der Albenansicht auf ein Album klickt, so öffnet es sich wie ein Ordner in iOS, das Cover wird rechts eingeblendet und ein Farbverlauf geht vom Cover hinüber zu den Songtiteln. Eine unheimlich schick anzusehende Funktion, die mir großen Spaß bereitet. So geh ich gleich nochmal so gern durch meine Musiksammlung.

Aber dann kam der große Schock. Wo ist Coverflow? Wo kann ich meine Albencover in mehr als 400×400 Pixeln (geschätzt) anschauen? War es völlig umsonst, dass ich mir für den größten Teil der Alben Cover in mindestens 1000×1000 rausgesucht habe?

Schon wollte ich einen anderen Player installieren, Apple verfluchen und mich im Internet beschweren. Bis ich mir die iTunes-Oberfläche nochmal angeschaut habe und mir etwas auffiel, dass meine Neugierde weckte.

Das sieht doch verdächtig aus…

Als ob da was passiert wenn ich klic- oh.

Oh.

Und es öffnet sich nicht nur das Cover (in Originalgrößen, an Bildschirm angepasst oder vom Benutzer groß-/kleingezogen), es ist ein voll funktionsfähiger Player mit allen nötigen Bedienelementen.

Was will das Coverart-Liebhaberherz mehr?

Meine angestaute Ungehaltenheit ließ ich in einem jubelierenden Schrei gen Zimmerdecke entweichen, „Juchhe!“ erschallte es durch das kalte, einsame Zimmer meiner Behausung.  iTunes 11 ist doch dufte!

Auch die anderen Ansichten haben ihre Daseinsberechtigung, aber am liebsten halte ich mich natürlich in der Coveransicht auf.

Songliste!

Interpretenansicht!

Genreansicht!

Mit erleichtertem Seufzen steckerte ich mein iPhone an und wollte es synchronisieren. Doch ich konnte partout keine Möglichkeit finden, auf das iPhone zuzugreifen, da ich es gewohnt war, das über die Seitenleiste zu machen. Ich habe ein paar Minuten dumpf auf die linke Seite des Bildschirms gestarrt, bis ich mal meinen Blick über die obere Steuerungsleiste habe gleiten lassen und dort einen absolut nicht eindeutig bezeichneten Button gefunden habe.

Eh…

Das kann doch wirklich alles heißen!

Überraschenderweise hat Apple auch dort die Ansicht überarbeitet und deutlich ansehnlicher und teilweise auch informationsreicher gestaltet.

Nur dieser Kasten über meiner Telefon- und Gerätenummer ist komisch.

Und so sieht iTunes 11 nun aus. Ein unheimlich schickes Stück Software, dass nach kurzer Umgewöhnung auch schnell und einfach zu bedienen ist.

Da hat sich die Wartezeit also mal gelohnt.

Nicht wie beim iPhone 5.

Dec 16 2012

Hallo!

Mit Erstaunen habe ich vor kurzem auf einen YouTube-Link geklickt und festgestellt, dass das Video in Deutschland nicht gesperrt ist. Und das Video war klasse !

Und das kommt von Microsoft? Dem Konzern, den ich mir immer irgendwie in einem grauen Anzug vorgestellt hab, ein erzkonservativer Behemoth  in der IT-Branche, der so ziemlich jeden Trend verschläft?

Apple hat es ja mit seiner damaligen Werbung „I’m a Mac and I’m a PC“ auf den Punkt gebracht. Microsoft ist langweilig und nur etwas für Mitt-Vierziger!

Und plötzlich kommt Microsoft daher und macht, nach der ersten Wubwubwub IE10 Werbung so etwas. Sie nehmen sich selbst nicht ernst, sehen ein, dass sie viele Dinge verpasst oder einfach schlecht umgesetzt haben und bringen sogar etwas Internet-Popkultur in die Werbung! Würde ich in einer Sitcom leben, so hätte ich Kaffee gegen meinen Monitor gespuckt. So habe ich aber nur den Link auf Facebook gepostet und mich gefreut, dass Microsoft sich endlich mal um den IE kümmert und ihn vielleicht endlich zu einem schlanken, schicken und funktionierenden Browser umbaut.

TRES CHIQUE

Doch das ist nur der neueste Streich von Microsoft in seinem Bestreben, sein altes Image abzulegen und ein frischeres überzustreifen.

Windows Phone 8 ist, meiner Meinung nach, das vermutlich am besten auf Smartphones ausgelegte mobile OS auf dem Markt. Die Schaltflächen sind groß genug, dass man sie auch im Gehen gut trifft. Leuchtende Farben zeigen kein Anzeichen mehr vom Windows Mobile 6.x Grau-in-Grau und die Live-Kacheln waren jedenfalls beim Ausprobieren ein riesiger Blickfang.  Und vor allen Dingen: Microsoft eifert hier nicht nach. Sie machen etwas Neues. Natürlich hätten sie das Altbewährte übernehmen können und die UI von WP8 so aufziehen können wie Android und iOS. Aber sie haben sich für die Kacheln entschieden. Ein gewagter Schritt, aber auf jeden Fall einer in die richtige Richtung. Und ich kann es kaum erwarten zu sehen,  was in einem Jahr mit Windows Phone geschieht!

QUATRE CHIQUE

Ich habe eine Zeit lang Dropbox ausprobiert, ein Cloudspeicher, der in der kostenlosen Variante wenn ich mich recht entsinne 500 MB zur Verfügung stellte (mittlerweile sind es 2 GB). Dann kam Apple mit seiner iCloud, einem Cloudspeicher mit 5GB kostenlosem Platz auf den man selbst irgendwie nicht zugreifen kann, sondern Programmen/Betriebssystemen sagen muss, dass sie Dokumente etc. dort draufspeichern sollen. Vielleicht kann man ja drauf zugreifen, ich weiß aber ehrlich gesagt nicht wie hah! Und das ist nicht sehr schön. Ganz und gar nicht, Apple.

Und dann kam Microsoft mit seinem SkyDrive. Cloud, 7GB frei, Apps für Windows, Mac OS, iOS, Android und WP sowie Zugriff über den Browser. Als Login dient die Windows Live Adresse, die man vermutlich schon vom MSN-Konto hat. Damals, als noch nicht jeder über Facebook miteinander gechattet hat.

Mir gefällt SkyDrive ausgezeichnet, man hat schön viel Platz frei, die iOS App hält sich an die typische Apple-UI und ins Betriebssystem bindet es sich wie ein einfacher Ordner ein. Nur mit einem schicken Wolkensymbol.

Und von was wird SkyDrive genutzt? Dem neuen Office 2013. Noch kann man es sich hier (Link zum Download von Office 2013) kostenlos als Beta herunterladen und anschauen. Und ich hoffe, dass das meine Blogbots auch tun werden, denn Office 2013 ist eine absolute Wohltat.

Ich habe es bisher kaum genutzt, da ich gerade erst mal Office 2011 für Mac ausprobiere, welches mir auch gut gefällt. Aber ein paar Minütchen konnte ich schon mit dem neuen Windows-Office verbringen und bin hin und weg. Es hat eine ähnlich einfach gehaltene Oberfläche wie der Windows 8 Desktop, natürlich wieder meine geliebten Ribbon-Menüs und ein unzählige Features, die Otto-Normalverbraucher niemals zu Gesicht bekommen wird. Aber das wäre natürlich noch kein Grund für Jubel und Jauchzen.

Was mir an Office 2013 unheimlich gut gefällt ist die Online-Integration. Man wird beim Start von Office mit seinem Account eingeloggt und kann von dort aus auch Dinge direkt in die Cloud zu seinem SkyDrive hochladen. Sehr komfortabel und eine prima Möglichkeit, um zum Beispiel bei kleineren Projekten sicherzugehen, dass man alle Daten immer allen zur Verfügung stellt. Offline-Speicherung ist aber natürlich auch möglich, keine Sorge.

Und dann ist da noch das User Interface. Wie gesagt ist es in dem „schlanken “ Windows 8 Design gehalten. Hinzu kommt aber noch ein Detail, das einem im ersten Moment gar nicht so eindeutig auffällt. Man merkt, dass da etwas anders ist, aber man kann nicht genau sagen was.

Microsoft hat für nahezu jedes Ereignis in den Office-Programmen winzige Animationen eingebaut. So erscheinen Buchstaben bei Word nicht komplett sondern scheinen aus der Schreibmarke herauszufließen (knifflig zu erklären!) und beim Verschieben von Slides in Power Point verschieben sich die Slides wirklich und springen nicht einfach von einer Stelle zur nächsten. Es sind wirklich nur kleine Animationen, die aber das Arbeiten mit Office angenehmer gestalten.

Probiert es also aus! Es kostet schließlich nichts.

Fünf auf Französisch chiiiiique

Zu guter Letzt darf man natürlich nicht Windows 8 selbst vergessen. Und hier muss ich Microsoft schelten. Was sie vorhatten ist offensichtlich: ein OS, das gleichermaßen auf PCs, Notebooks und Tablets mit und ohne Touch-Funktion funktionieren soll und dabei die gleiche Arbeitsumgebung bietet. Soweit klingt es auch noch wirklich gut. Aber die Umsetzung ist phänomenal gescheitert. Die Metrooberfläche ist aufdringlich, ständig muss man hin und her wechseln zwischen Desktop und Metro, Metro-Apps sind andere Anwendungen als die vom Desktop und man muss sich ein 3rd-Party-Programm installieren, um das Startmenü wiederzukriegen und Metro einigermaßen wegzusperren.

Und auch im Tabletbereich hakt es. Auf x86-Hardware ist Windows 8 brillant. Im ARM-Bereich ist Windows 8 gar nicht mehr vorhanden, denn da gibt es plötzlich Windows RT, was aber genauso aussieht wie Windows 8 und auf den ersten Blick auch alles so macht wie sein großer Bruder. Ausgesprochen verwirrend und kundenunfreundlich.

Andererseits stellt Windows RT die einzige Möglichkeit dar, ein Windows-Tablet zu einem Preis zu kriegen der unter dem eines Ultrabooks liegt.

Aber wir kennen ja den Microsoft-Zyklus. Windows 9 wird wieder großartig.

Wenn es denn ein Windows 9 geben wird! „Gosh!“ ruft ihr aus, „Was meinst du denn damit?!“. Hm! Hmhmhmh! Es wird gemunkelt, dass irgendwann im nächsten Jahr Microsoft sein Geschäftsmodell für Windows umstellen wird von großen Releases für den Retail-Bereich auf kleinere, jährlich erscheinende Updates. Das alles heißt Windows Blue und wird vom Preis her vermutlich im Bereich der neueren Mac OS X Betriebssystem angesiedelt sein, also um die 20€.

Microsoft ist also kein Konzern mehr für Büroangestellte und Anzugträger, sondern versucht endlich auch attraktiv für die jüngere Bevölkerung zu werden. Und meiner Meinung nach sind sie da auf einem ausgezeichneten Wege.

Nur die Sache mit dem Zune. Microsoft. Die Sache mit dem Zune.

Das war uncool.

Feb 18 2012

Hallo!

Schon lange habe ich es vor mir hergeschoben (aus Faulheit), aber nun ist es endlich soweit. Der USB-Stick ist eingesteckert und die Bilder sind rübergezogen: es ist Zeit für Unboxing! Ich bin so gespannt, was da denn so alles drin ist, weil ich das noch überhaupt nicht weiß! Beginnen wir chronologisch.

Die ersten beiden Filme, die ankamen! Schon geunboxt!

Eine Box mit schwarzen Vierecken drauf.

Ich hab mir Verpackungsmaterial bestellt!

Oh cool 8 Filme in einem großen Karton! Oder...?

GASP

GASPASP

Nicht fotografiert habe ich übrigens die Candy Blu-Ray. Sie kam viel später an als alle anderen Filme und…ja…

Komplette Liste!

First Blood (Blu-Ray)
Rambo: First Blood Part 2 (Blu-Ray)
Rambo 3 (Blu-Ray)
John Rambo (Blu-Ray)
The Expendables (Blu-Ray)
Commando (Blu-Ray)
Shoot ‘em Up (Blu-Ray)
V for Vendetta (Blu-Ray)
Sucker Punch (Blu-Ray)
Repo! The Genetic Opera (Blu-Ray)
Dead Snow (Blu-Ray)
Army of Darkness (Blu-Ray)
The Book of Eli (Blu-Ray, aus Versehen 2x)
Remember Me (Blu-Ray)
The Wrestler (Blu-Ray)
(500) Days of Summer (Blu-Ray)
Candy (Blu-Ray)
Easy A (Blu-Ray)
Scott Pilgrim vs. The World (Blu-Ray)
Shaun of the Dead (Blu-Ray)
Hot Fuzz (Blu-Ray)

Siege of the Dead (DVD)
Walking the Dead (DVD)
Flight of the Living Dead (DVD)
Candyman (DVD)
Candyman Farewell To The Flesh (DVD)
Deathwatch (DVD)
Trailer Park of Terror (DVD)

Oh ja!

Schon den Klebestreifen abgezogen weil ich keine Lust hatte, schwarze Vierecke draufzumalen! Per Hand.

Gutschein...sachen!

Ooooohhh...!

Von Vorne!

Von hinten!

Oh Gott so schick!

Ohne Verpackung noch schicker!

Und der Klang stimmt auch noch! Was möchte man mehr von Kopfhörern?

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Oh richtig, sie haben auch so ein Pinöppeldingens aus Plastik am Kabel mit Knopf dran, womit man die Musik pausieren und wieder abspielen lassen kann!

So, damit haben wir das Mega-Unboxing auch beendet. Das war dann vermutlich auch das letzte Mal für die nächsten Jahrzehnte, dass ich sowas machen konnte. Also dann…

Bis in 30 Jahren!

Posted by at 4:50 pm Tagged with: , , , ,
Feb 02 2012

Hallo!

Eh...

Also wirklich, Kinder. Auf Facebook damit prahlen, dass man “bei” Anonymous ist (was ja so ziemlich jeder ist, der es sagt)? Dass ihr “Hacker” seid, weil ihr LOIC bzw. seinen Nachfolger

Show »

(nach Anleitung)

benutzen könnt? Oh Junge oh Junge. Ihr zieht den Namen noch mehr in den Dreck als es die ganzen überstürzten Aktionen der Gruppe eh schon getan haben und das heißt schonmal was. Und es ist sowieso fraglich, ob die Leute, die auf Facebook damit prahlen, eine Guy Fawkes-Maske (ja, so heißt der Mann, nicht Anonymous oder V wie Vendetta) zu haben, wirklich schonmal was für Anonymous gemacht haben. Aber was soll’s, ich halte nichts von der Gruppe.

Doofmänner.

Aug 20 2011

Hallo!

Viele von euch wissen vermutlich, dass es eine große Veränderung im Spielemarkt gibt. Vor einigen Jahrzehnten kam ein gewisser Herr Jobs an mit der Idee, ein Telefon zu machen, das kaum Tasten, dafür aber umso mehr Touch hat, und schon war das iPhone 2G erfunden.

OH GOTT WARUM DENN 2G ES IST DOCH DAS ERSTE DAS MACHT DOCH GAR KEINEN SINN DU BIST SO DOOF.

2G steht für die Generation des genutzten Mobilfunkstandards, 2G ist GSM, 3G z.B. UMTS. Drum ist es auch falsch, an das iPhone 4 ein G dran zu hängen, weil es kein LTE unterstützt. Das wird vielleicht das nächste, was dann bestimmt für viel Verwirrung sorgen wird, aber was soll’s. So, haben wir wieder was gelernt für heute!

Nun hatten die Spieleentwickler etwas sehr Neues vor sich, ein überraschenderweise äußerst erfolgreiches Smartphone mit zwei Tasten, einem Schalter und einer Wippe, die man alle nicht mit anderen Funktionen belegen konnte. Somit mussten sie mit dem arbeiten, was sie hatten, was der Touchscreen und verschiedene Sensoren im Telefon waren. Und schon begannen großartige Ideen aus dem AppStore zu sprießen, aber auch großartige Fehlschläge.

Es gibt einfach Konzepte, die man mit einem Smartphone NICHT adäquat umsetzen kann und sollte, was die Entwickler aber nicht stört, weiterhin solche Spiele rauszupumpen wie es nur geht. Da ein Bild mehr als tausend Worte sagt, habe ich es mal veranschaulicht.

Vor allem das Schütteln!

Ja, in der Applewerbung sieht es so  toll aus, wie alles in Applewerbungen, aber wenn man Spiele, die die Beschleunigungssensoren nutzen, mal im wahren Leben spielt, dann weiß man ganz schnell, dass es einen kleinen Unterschied zwischen Werbung und Realität gibt. Es gibt Spiele, da muss man das Smartphone nach vorne neigen, damit sich der Charakter fortbewegt, je weiter nach vorne umso schneller bewegt er sich. Wenn man also flüchten muss, so sieht man selbst dank des unheimlich flachen Blickwinkels die Decke des Raumes und der Charakter im Spiel die Wand, gegen die er die ganze Zeit mit unheimlich hoher Geschwindigkeit rennt.

Was mich auch wahnsinnig macht sind eingeblendete D-Pads oder Joysticks auf dem Display. Irgendwie muss man natürlich das Problem umgehen, dass man nichts außer ein Display zur Steuerung zur Verfügung hat, aber solche Bedienelemente funktionieren nicht gut. Man hat kein taktiles Feedback, auf welchem Knopf man gerade ist oder ob man gerade überhaupt irgendwo drauf ist. Ob es meinen Lesebots auch so geht, das müssen sie mir selbst in ihren Bausteinkommentaren sagen, aber ich für meinen Teil rutsche permanent auf dem Display umher, weil es einfach zu glatt ist. Und das ist, das kann ich euch sagen, nicht gut, wenn gerade ein Panzer oder Necromorph auf einen zufährennt. Oh und man verdeckt natürlich einen großen Teil des Bildes mit seinen Pillepatschfingern.

Wegen dieser entscheidenden Mängel bin ich mir nicht sicher, ob mobile Spielekonsolen wie die PS Vita oder der 3DS wirklich aussterben werden. Das größte Problem an diesen ist nämlich einzig und allein der deutlich höhere Preis der Spiele im Gegensatz zu Smartphones. Wo man dort nur 0.79€-vielleicht mal 5€ zahlen muss, sind es auf den mobilen Konsolen schon weit über 20€. Da kann man nicht “mal eben so schauen”, wie das Spiel wohl ist, es ist eine “größere” Investition, über die man nachdenken muss. Vielleicht sollten sie dort ansetzen und nicht irgendwelche komischen Gimmicks wie 3D antackern.

Ich bin mir nicht sicher, ob es am iPhone lag oder an der Wii, aber Sony entschied sich dazu, ein klein wenig Bewegunssteuerung in die Sixaxxis-Controller der PS3 einzubauen, die ungefähr genau das gleiche Problem haben, wie Smartphones. Man kann den Controller nicht mehr so halten, wie man mag, da sonst Aktionen in dem Spiel ausgelöst werden, die man nicht unbedingt so möchte. Ich habe mir, weil es eine wirklich beeindruckende Grafik hatte und ein schönes Cover, Lair gekauft, einer der Launch-Titel der PS3. Die Idee ist eigentlich auch ziemlich schick, man kämpft auf einem Drachen gegen andere Drachen und Drachen sind nunmal wirklich, wirklich cool! Leider setzt Lair komplett auf die Sixaxxis Steuerung, sodass ich, wenn ich nicht drauf geachtet habe, permanent gegen den Boden geflogen bin. Und letzten Endes war alles, was ich über das Spiel hörte, wahr. Es ist schlecht, wirklich schlecht. Zu großen Teilen liegt das an der Steuerung.

Wo ich gerade die Wii erwähnte, ich komme mit ihr nicht zurecht! Vielleicht bin ich zu zittrig, vielleicht bin ich es einfach nicht gewöhnt, aber ich kann damit weder genau zielen noch einen Menüpunkt richtig anpeilen. Und manchmal springt der Cursor dann an den Rand des Fernsehers und klammert sich verzweifelt mit seinen Cartoonfingern dort fest, aus Angst, dass ich ihn wieder gewaltsam hin- und herwerfe. Irgendwie kann ich es ja verstehen, dass er dann nicht mehr will…

Und wenn man noch weiter über Wii redet, fallen einem auf der Stelle natürlich auch Playstation Move und Microsoft Kinect ein. Es sind in der Theorie wirklich interessante Ideen, Move ist wie die Wiimote nur deutlich (!) präziser und mit Kinect kann man selbst der Controller sein WOW wir leben in der Zukunft! Aber es hapert dann wieder an dem wichtigsten, den Spielen, denn kaum ein Spiel für diese Systeme ist etwas anderes als eine Rhythmus-, Tanz- oder Partyspielesammlung, und da bin ich kein großer Fan von. Wenn dann aber doch mal ein “größeres” Spiel herauskommt mit Move/Kinect Unterstützung, dann wirkt sie unglaublich aufgesetzt und bietet keinen Mehrwert gegenüber einem normalen Controller, vermutlich sogar eher Nachteile.

Leider trauen sich die Entwickler auch kaum, mal ein großes Spiel ausschließlich auf diesen Bedienkonzepten aufbauen zu lassen, da ein großer Unterschied zwischen Move und Kinect besteht, was die Portierung erschwert, und es ist zu unsicher. Wie viele Leute haben Kinect/Move? Wie viele davon würden denn ein Nicht-Partyspiel kaufen? Würden die deutlich höheren Produktionskosten wieder reinkommen? All das kann man, selbst wenn es bei 2/3 der Fragen keinen Sinn ergibt, mit “Nein” beantworten. Da haben die Entwickler für Smartphones einen großen Vorteil, die Spiele müssen nicht lang sein, sie müssen nicht grafisch aufwendig sein um irgendwelchen Fanboys beim Konsolenkampf mehr Munition zu geben, sie müssen nichtmal wirklich anspruchsvoll sein. Man kann auf Smartphones ausprobieren, ohne wirkliche Verluste befürchten zu müssen. Und vielleicht hat man den großen Glücksgriff gemacht und ist nun Eigentümer einer millionenschweren Firma, wie Rovio. Sie haben auch auf komische Schüttel- und Neigesteuerung verzichtet.

Kluge Leute.

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