Feb 05 2013

Hallo!

Ich liege ja direkt am Zahn der Zeit und habe meinen Finger auf dem Puls aller Trends dieser Welt. Deshalb habe ich vor rund 1 ½ Jahren, genauer gesagt am 29.08.2011, mich mal in dieses neue Konzept der sogenannten „Podcasts“ gestürzt, benannt nach den berühmten MP3-Playern von Apple.

Woher ich dieses Datum weiß? Wer an meinen geistigen Leistungen zweifelt und denkt, dass ich mir sowas nicht merken könnte, der gehört ausgepei-

-tscht.

Gut, ich habe nachgeschaut. Aber den Namen des Podcasts weiß ich noch! Es handelt sich hierbei nämlich um

Stay Forever!

Doch wie kam ich denn überhaupt dazu, diesen Podcast zu abonnieren? Ich folge dem @HerrKaliban auf Twitter, und ich glaube er war es, der es dort auch angekündigt hat. Da lässt mich mein Gedächtnis doch mal im Stich. Aber das ist auch nicht wichtig, wichtig ist zu wissen, wer der Herr Kaliban ist! Und das ist der Herr Gonnar Lutt, ehem. Chefredaktuer von GameStar. Und so sieht er aus

Herr Lott!

Eine kleine Anekdote am Rande:

Im Jahre 2009 besuchte ich mit Freunden die allererste gamescom in Köln. Ein Großereignis, dass ich mir nicht entgehen lassen wollte, da ich schon auf keiner Games Convention war (der Osten ist so weit weg vom Westen).  So schlugen wir dann dort auf, standen uns die Beine in den Bauch für ein paar Minuten Videos und Trailer, wurden vom Bass der Brink-Vorführung umgeworfen und bekamen auch dort an eben jenem Stand eines der besten Geschenke, das man von so einer Convention erwarten kann. Ein schwarzes Brink-Shirt, mit glitzerndem Aufdruck und in XS. Für Mädchen.

Show »

Das wirkliche Geschenke-Highlight war das unfassbar coole BioShock 2 T-Shirt und die entsprechende Arztmaske, welche ein Freund von mir organisiert hat.

Aber es ging ja um Gunnar Lott. Auf der gamescom war auch ein GameStar-Stand, an dem ich schon mit großen Augen vorbeiging. Wenn ich mich recht entsinne stand Fabian Siegismund mit Mikro auf der Bühne und hat die jubelnde Menge weiter angeheizt. Etwas abseits, fernab der Menschentraube, stand jedoch eine graue Eminenz, die sich angeregt mit einem vermutlich Fachbesucher unterhielt. Gunnar Lott, in Fleisch und Blut, falls ein solcher Mann überhaupt aus so irdischen Materialien besteht. Mit zitternden Fingern, sich überschlagender Stimme und nervösem Blick hastete ich auf ihn zu.

„Herr Lott, Herr Lott! I-ich, ich, Sie find ich klasse!“

-„Mhm, mhm, ja, danke.“

Hätte ich vor Mischa Barton gestanden, ich wäre kaum anders in Ohnmacht gefallen wie in dem Moment, in dem mir die Stimme Herrn Lotts Live ans Ohr drang.

Diese Anlehnung an die Realität die ich dort niederschrieb war glaube ich auch schon einer der gamescom-Momente für mich.

Irgendwann um den 29.08.2011 kam dann vermutlich auf dem Twitterkanal von @HerrKaliban die Meldung, dass er und ein guter Kollege einen Podcast über alte Spiele machen. Und der Name dieses Kollegen war!

Christian “The Hair” Schmidt

Freudetanzend warf ich meine Arme in die Höhe, hörte die Bauern im Hintergrund jauchzen und wagte kaum, meinen Augen zu trauen. Das Triumvirat aus den beiden mit besten ehemaligen Redakteuren Deutschlands macht einen Podcast! Über Spiele! Alter Schwede. Schon immer gefielen mir die Artikel, Kolumnen und Reportagen von Christian Schmidt am besten. Ein schöner Schreibstil, sehr tiefgehend und auch emotional bei der Sache. An manchen Tagen, da öffnet sich die graue Decke des Alltags und warmes Licht lässt die Welt erleuchten, und dies war ein solcher Tag.

Der erste Podcast war schnell heruntergeladen, und da ich in meiner Freizeit eigentlich nur Musik höre, weil mich normale Gespräche wie in Podcasts zu sehr ablenken, habe ich diesen Podcast erst bei einer längeren Autofahrt gehört. Und wie die Zeit verging! Dem Dialog der beiden zu lauschen war einfach brillant. Ein ebenso gedächtnisbeschränkter Mensch wie ich und ein Mensch mit etwas längerem Wallehaar, genau wie dem meinem, reden über alte Spiele. Was will das Herz denn mehr?
Oh, vielleicht, dass sich Herr Lott das gleiche Mikro wie Herr Schmidt kauft, das wäre nett.

Eine absolute Empfehlung an alle meine Lesebots. Ladet den Podcast auf euren iPod/iPhone/iPad/iTunes oder auch Android-Gerät oder sonst irgendetwas, was Audiodateien abspielen kann und hört zu, wie zwei Männer in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen. Leider nur meist 1-1 ½ Stunden lang, aber da muss man halt mal kürzere Strecken fahren.

Oder auf Repeat stellen.

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