Dec 24 2010

Hallo!

Manchmal entdecke ich auf meinen Reisen durch die Weiten, oder besser gesagt Tiefen, des Internets einige schöne Sachen. Natürlich muss man erstmal den ganzen Schmutz von ihnen abwischen, sie polieren und dann bei einem Mann mit Monokellupe abgeben, der es genaustens auf Risse untersucht und dessen Wert schätzt. Aber dann, dann hat man es. Eine dieser Sachen war beispielsweise Recettear. Aber es gibt noch ein anderen Spiel, das im Moment in aller Munde ist, jedenfalls dort, wo ich unterwegs bin.

Minecraft!

Lange Zeit hab ich gedacht, was denn dieser ganze Hype soll aber vor ein paar Wochen habe ich mich dann doch durchgerungen und es mal angespielt. “Warum bin ich ein Blocktyp? Warum ist alles aus Blöcken? Oh, Schafblöcke! Was mach ich jetzt? Oh Gott ich verprügele einen Baum mit bloßen Fäusten, haha! Oh, die Sonne geht unter, ich kann nichts mehr sehen, was ist das für ein SSSSSsssssssssss-POOOOOW! Ich bin tot?” Und Minecraft war aus. Keine Lust mehr darauf, das ist doch doof, was finden denn alle daran?

Aber irgendwie ließ es mich nicht los, ich fing an, die ganzen Minecraft-Threads mit Interesse zu lesen, fragte mich, wie man denn die ganzen Sachen baut und staunte über die Kreationen der Leute. Das wollte ich auch…also setzte ich mich gestern wieder hin und startete es, und aufgeben kam nicht in die Frage! Weil ich ein friedliebender Mensch bin, und das Kampfsystem des Spiels zum in die Tonne kloppen ist, habe ich den Schwierigkeitsgrad so eingestellt, dass keine Monster gespawnt werden und ich ganz entspannt drauflosen bauen konnte.

Denn jeder, der Die Sims gespielt hat, weiß, dass das Bauen des Hauses viel interessanter ist als zuzuschauen, wie sich der Sim denn macht. Denn das ist einfach nur deprimierend, wenn man sieht, wie gut sich der nach eigenem Vorbild erstellte Sim denn macht, während man selbst vor dem Bildschirm sitzt. Oder noch schlimmer, wenn man sieht, dass der eigene Sim genau das Leben führt, dass die Person vor dem Bildschirm führt…und er einfach nicht aufstehen will, während er auf einem Holzstuhl neben dem Billigofen sitzt…egal wie hoch die Flammen schlagen. Oh Gott…

Minecraft! Ich spawnte in die zufallsgenerierte Welt und machte mich sofort auf, einen Bauplatz für meine Behausung zu finden.

Und da soll sie mal stehen.

Aussicht nach vorne

Aussicht zur Seite

Als Sohn eines Architekten musste ich natürlich einen gewissen Ruf verteidigen. Mir waren das Gefühl und das Wissen für Architektur, Ingenieurskunst und Statik praktisch mit dem Platinlöffel in der Kinderwiege verabreicht worden, drum wollte ich meine Behausung auch entsprechend gestalten. Sie sollte zeigen, zu was der menschliche Verstand in der Lage ist, wo uns die Evolution hingetrieben hat. Und so begann ich mit dem Bau.

Nicht nur meine Blockfigur musste sich den Schweiß aus der virtuellen Blockstirn wischen, auch ich löste von Zeit zu Zeit meine verkrampfte Hand von der Maus, um das salzige Wasser der Arbeit daran zu hindern, in meine Augen zu laufen. Ich konnte mir keine Fehler erlauben, und temporäre Blindheit hätte Fehler hervorgerufen. Nach Stunden war es so weit, meine unstet herumspringenden, blutunterlaufenen Augen konnten sich endlich auf dem Ergebnis meiner Arbeit ausruhen. Ich schob die Blaupausen zur Seite und betrachtete mir das Meisterwerk der Ästhetik.

Es...es ist wunderschön...

Und bevor die Nacht einbrach, ging ich schnell in mein Meisterwerk hinein und baute mir eine Tür, damit auch ja nichts reinkommen kann. Oder ein Google Auto mich fotografiert.

Die Tür fügt sich ausgezeichnet in das Gesamtbild des Hauses ein.

Kaum war morgen verprügelte ich meine Tür wieder, denn ich wollte die Welt weiter erkunden, schauen, was sich noch überall versteckt, wo ich welche Rohstoffe finden könnte. Doch kurz bevor ich losstürmte, fiel mir etwas ein. Jedes Mal, wenn ich Minecraft spielte, habe ich mich verlaufen und meine Behausung verloren, sodass ich mir eine neue in die Erde prügeln musste. Und wer sich verlaufen hat, kommt nicht so leicht wieder zurück dahin, wo er hin wollte (außer, er lässt sich töten und respawnt), denn die Welt ist größer als unsere Erde.

Das sollte dieses Mal nicht so sein, dieses Mal werde ich klüger vorgehen. Ich überlegte angestrengt, was man aus weiter Entfernung sehen konnte…und der einzigst logische Schluss war dieser.

Ein Lehmmonolith mit Fackeln in der Spitze.

Wie ihr richtig erkennt, habe ich meine Behausung auch etwas vergrößert, damit ich mir nicht ständig den Kopf beim Springen stoße und auch etwas mehr Platz für Krams und Krims habe.

Rechts hinten geht es in den Untergrund!

Es sieht eher nach irgendeinem Starterdungeon aus irgendeinem RPG aus…aber es ist mein trautes Heim! Wie ihr vermutlich auch richtig erkannt habt, habe ich mir auch Werkzeuge gebaut. Man selbst kann nicht viel machen, man kann aus Holz Planken machen, aus Planken Stäbe und aus Stäben und Kohle Fackeln. Viel mehr gibt es nicht. Aber man kann sich auch eine Werkbank zusammenbauen, wie sie links im Bild oben zu erkennen ist, und damit kann man wirklich fortschrittliche Gerätschaften bauen, je nach dem, wie man die Zutaten anordnet andere. Zwei Stäbe übereinander mit drei Holzplanken in einer Reihe obendrüber? Eine Holzspitzhacke. Zwei Stäbe mit eine Holzplanke obendrüber, eine Holzschaufel. Und nur mit Spitzhacken kriegt man aus Stein auch Stein und nicht nur…nichts.

Mit dem Lehmmonolithen fertig und stolz gen Himmel ragend konnte ich mich auch auf den Weg machen, die Welt zu erkunden. So lief ich Blockschafen, Blockenten, Blockschweinen und Blockkühen über den Weg, die fröhlich durch die Gegend entsprechendestiergeräuschmachend und sprangen, manchmal ein Bad nahmen und einfach ihr Leben lebten.

Und ja, da hinten seht ihr den Lehmmonolithen. Er ist verdammt praktisch!

Aber nicht alles war eitel Sonnenschein auf meiner Tour. Ich über- und durchquerte mehrere Hügel und Täler, als ich plötzlich mitten drin stand.

Oh Gott wat!

Schwebende Bäume, die brannten! Wie konnte das passieren, warum ist das passiert?! Nirgends war irgendwas zu sehen, was die Bäume hätte entzünden könnten…oder hätte schweben lassen können! Ich konnte und wollte das nicht zulassen, ich musste etwas dagegen tun! Was macht die Feuerwehr in solchen Situationen? Denk nach, denk nach…ja! Ich lief zu dem ersten brennenden Baum hin, ließ meinen Kampfschrei erklingen und prügelte die Seele aus dem Feuer, bis es erlosch. So macht man das! Doch ich konnte nicht alles retten, ich konnte nicht den ganzen Wald löschen, es war einfach zu viel. So drehte ich mich mit einer Blockträne im Knopfloch um und lief zurück nach Hause. Für das ich schon einen Plan hatte…

Lehm ist ja ein eigentlich recht prima Baumaterial und viele Kulturen benutzen es, um ihre Behausungen daraus zu töpfern, aber hier in Europa sind Holz und Stein doch eher angesagt. Und weil mir die rissigen Steine, die man aus Stein herausprügelt, nicht so gefielen, musste ich sie besser machen. So baute ich mir aus ihnen einen Schmelzofen, warf Kohle und weitere rissige Steine hinein und…schmolz sie zu glatten Steinen ein. So konnte ich dann langsam mein Haus runderneuern.

Das sieht doch mal nach was aus!

Und ja, es sind echte Glasfenster und auch eine funktionierende Holztür! Ich muss sie zwar nach wie vor aufprügeln, doch dafür reicht nun ein Schlag und sie geht auch nicht kaputt dadurch. Äußerst praktisch und schick. Und da ich schon dabei war, baute ich noch einmal an. Platz kann man ja bekanntlich nie genug haben.

Eine Villa entsteht.

Nach einiger anstrengender Arbeit mein Häuschen dann fertig.

Mein Häuschchen bei Nacht. Mit Kühen vor einem Ausgang aus dem Untergrund.

Und von innen, mittlerweile mit schickem Holzfußboden!

Doch irgendetwas stimmte nicht. Irgendwas wirkte…unpassend. Ich schaute mich um, nein, ich hab keinen Block irgendwo vergessen. Die Tür ist gut, die Fenster sind da, Fackeln für die Nacht, ich kann mein Haus prima erkennen. Oh warte. Der Lehmmonolith.

Damit sollte ich noch etwas machen. Ich konnte ihn nicht einfach abreissen, ich muss mein Haus ja noch aus der Ferne sehen können. Aber anders aussehen, das sollte er schon. Sich noch natürlicher in das Bild einfügen, als wäre dieser Monolith so vor Urzeiten gewachsen. Also baute ich Stein drumrum.

Mit echten Holztreppen!

Ich glaube, dass dieser Holzring physikalisch möglich ist. Ja.

Fertig?

Die Aussichtsplattform war fertig, ich hätte mich jetzt entspannt zurücklehnen können und sagen können: “Jap. Spiel ist geschafft, mehr kann man einfach nicht machen.” aber eine Aussichtsplattform sollte anders sein! Zum Beispiel irgendwelchen Sicherheitsbestimmungen entsprechen, dass man da nicht einfach runterrennen kann (was, wie ich mehrere Male merkte, tödlich endet). Aber man sollte noch was sehen..und gut nach unten schauen konnte man auch nicht so gut.

...und dann ging mir das Glas aus...

Abends hatte ich mir dann wieder genug zusammengeschmolzen.

Der Lehmmonolith war mittlerweile auch durch Stein ersetzt…

Was für eine Aussicht!

Es zerbricht ja nicht. Richtig? Richtig?!

Sonnenuntergang...

Es ist erstaunlich, wie idyllisch die Welt doch sein kann, obwohl alles nur aus unglaublich pixeligen Blöcken besteht. Oder vielleicht gerade deshalb, da alles dadurch irgendwie mehr nach Spielzeug aussieht. Das sollte aber noch nicht das Ende meines Minecraft-Blockmannes sein, mit dem Kompass im Inventar und einer Spitzhacke aus Diamant machte ich mich erneut in die Untiefen auf, um mehr wertvolle Metall zu finden. Dort hackte ich mich durch Gestein und fand ein Kohleflöz, welches ich Block für Block abtrug, und hinter dem letzten Block verbarg sich eine rote, heiße Flüssigkeit, die meinem Blockmann direkt ins Gesicht lief, ihn zu Tode verbrannte und netterweise, wie ich feststellen musste, seine gesamte Ausrüstung verbrannte.

“Fffffffffffffffffffferdammte Axt, dann halt nicht!”

Cmd+Q.

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Kleiner Zusatz: Firefox ist mir abgestürzt, als ich diesen Blogeintrag schrieb, WordPress hatte nur die ersten ~30 Worte gespeichert…weswegen ich alles praktisch zweimal schreiben musste. Meine Güte hätte ich gegen Firefox treten können. Aber sowas von.

Und Minecraft ist mir während des Spielens einmal abgestürzt und als ich den Spielstand lud, war ich an dem Punkt, wo ich war, als es abstürzte. In einem Berg. In Gestein gespawnt.

Wer sich fragte, nein, ich werde das Minecraft-Icon in nächster Zeit nicht ändern. Das müsste ich dann nämlich selbst erstellen und dazu bin ich zu faul!

Das war es dann aber auch mit diesem Eintrag.

Und ein frohes Weihnachtsfest!

Dec 23 2010

Hallo!

Um die Zeit zum nächsten Blog über ein Spiel (ominös, was mag es wohl sein?) zu überbrücken und weil ich viele Fotos heut gemacht habe, wollte ich euch mal zeigen, wie Flensburg denn so mit Schnee aussieht. Es hatte ja schon vor einigen Wochen begonnen, etwas zu schneien, dann mal zu regnen, dann mal wieder gruselig “warm” zu sein, aber kurz vor Weihnachten hat es uns dann doch auch hier im höchsten städtlichen Norden Deutschlands getroffen. Angefangen hat es sehr, sehr, sehr vorsichtig mit ein paar vereinzelten Schneeflöckchen im…ich glaub November war es sogar noch.

Nicht sehr eindrucksvoll, nicht wahr?

Aber in den letzten Tagen ging es dann wirklich los. Im Anschluss an das alles kommt, wie gewohnt, eine gespoilertaggte Gallerie mit allen Fotos, aber ein paar werden auch so gezeigt.

Ich machte die Tür auf und erblickte das in Richtung Waschküche.

Man kann mein Auto noch erahnen glaube ich.

Fahrertür geöffnet...

Und so sah es dann an der Tür aus

Naja, ich habe dann ungefähr…phew, ich glaube 15-30 Minuten zugebracht, mein Auto freizuräumen. Ich bin zwar nicht damit gefahren weil, naja, man kommt einfach nicht weg und Autos blieben auf der Straße (!) stecken, aber immerhin ist jetzt etwas weniger Schnee auf dem Auto c:

Und weil es sonst nirgends hinpasst, noch ein kurzer Ausflug in die Flensburger Brauerei. Wer als Student nach Flensburg gezogen ist, und sich auch hier angemeldet hat, der hat von der Stadt ein Gutscheinheftchen gekriegt, in dem auch ein Gutschein für eine Brauereiführung war. Die IFK-Fachschaft hat gesagt, dass wir das irgendwann machen und am 2.12. war es soweit und wir gingen in die Brauerei. Die Führung begann mit einem eigens dafür gedrehten Film über Flensburger, die Geschichte der Brauerei und auch ein wenig Flensburg, der in der Theorie wirklich gut war. Überraschend professionell gedreht, schöne Bilder, interessante Geschichten. Wäre da nur nicht das verfluchte künstliche Flensburger-Plopp gewesen, wie man es aus der Werbung kennt. Wie zum Beispiel hier…in allen. Ich mag die Flensburger-Werbungen! c:

Nur das Geräusch passt wirklich, wirklich, WIRKLICH nicht, wenn ein junger Mann sich erinnert, wie ihm sein Oppa damals Geschichten erzählte, davon, wie er sich als Junge auf einer Kutsche in die Brauerei schlich, da mit dem Braumeister sprach und Plopp. Ich mein, ich mein…kommt schon! Das echte Geräusch ist doch auch schön!

Weiter ging es dann durch die Brauerei, da es schon Abends war, waren aber einige Tanks nicht mehr mit irgendwelchem Gebräu gefüllt sondern schon leer und gereinigt. Etwas schade, aber so erspart man sich auch einiges an schlechtem Geruch, denke ich. Ich war überrascht, wie groß Flensburger doch ist, ich hielt es immer für ein…naja, “Nischenprodukt”, ein bisschen Kultgetränk in Insiderkreisen aber nicht für wirklich so groß wie man hier recht gut am Lager sieht.

Riesige Gabelstapler fuhren da rum, die hab ich aber nicht fotografiert :/

Und das war nur die erste Reihe der Kästen. Im Anschluss ging es dann zu einer Verköstigung, wo wir Brot mit verschiedenen Aufschnitten kriegten und uns natürlich auch das Flensburger-Sortiment etwas näher betrachten konnten, erfreulicherweise auch mit dem nur saisonal erhältlichen Flensburger Winterbock.

So und jetzt die große Gallerie! Mit den Bildern von oben, weil ich nicht weiß, wie man sie aus der Gallerie ausschließen kann! (ich Idort :c)

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Dec 22 2010

Hallo!

Wie es der Zufall so will, und weil ich scheinbar in einer Art Truman-Show lebe, habe ich gerade etwas wunderbares entdeckt, was prima zu meinem vorletzten Blogeintrag passt und vor drei Tagen hochgeladen wurde:

Danke, Sendung mit der Maus. Auch erwachsene Menschen können noch viel von dir lernen!

50€, ein bisschen Geld?

Dec 22 2010

Hallo!

Nachdem ich jetzt sicherlich eine Viertelstunde lang versuchte, diesen doofen Facebook-Like-Button am rechten Rand an die richtige Stelle zu kriegen, dass er nicht abgeschnitten ist, habe ich mir gedacht. Ach, sei es doch drum, Facebook ist doof und so soll dann auch der Like-Button aussehen. Piffpaff. >:c

Ahaaaaaa

Schneller als der Wind, röter als die Sonne über Shanghai und er kann durch Wände vibrieren! Das ist der Flash, ein Superheld aus dem DC-Universum. Multiversum? Weiß nicht, ich bin kein großer Comicleser, bzw. lese ich gar keine. In Deutschland sind Comics ja nicht so sehr beliebt, solange sie nicht in der Zeitung stehen und von einem dicken Wikinger handeln. Das gehört dann doch eher nach Amerika, wo es an jeder Ecke Comicläden gibt, voller viel zu dünner Heftchen für einen viel zu hohen Preis. Wenn ich mich recht entsinne, sind die dünnen Heftchen für ungefähr 2 oder 3 Dollar zu ergattern, richtige Comicbücher ab 10 Dollar aufwärts. Ein teures Hobby, wie es scheint, da die Heftchen, wenn man Glück hat, wöchentlich erscheinen und von dem Weg zur Kasse zur Ausgangstür schon fertiggelesen sind.

Und dann gibt es natürlich noch…

Boooooooooh

Langsam, klumpig und nicht ressourcenschonend, das ist das Flash von unserem guten Freund Adobe. Spricht man übrigens Adobie aus und heißt Lehmziegel, aber das nur mal am Rande. Adobe ist ja nicht nur für seine lächerlich, LÄCHERLICH überteuerten Produkte bekannt (650 US Dollar für Photoshop CS5) die erstaunlicherweise jeder Schüler hat, sondern auch für Flash. Flash ist ein Programm? Nein…ein Format? Nein…eine Krankheit, die man für “Rich Media Applications” verwendet, wie zum Beispiel unseren heißgeliebten YouTube-Player oder auch die kleinen Spiele zwischendurch, wenn man mal keine Lust auf Unterricht/Arbeit hat. Und auch Flashwerbung, die sich gerne mal den Adblockern entzieht und einen, weil sie ja eine Rich Media Application ist, mit blechernen Geräuschen zuschwallt. Das können Bilder nicht!
Lange Zeit war Flash auch die einzige Möglichkeit, solche Sachen zu erstellen. Aber selbst damals wurde klar, dass Flash einen so entscheidenden Nachteil hat, dass es heutzutage teilweise absichtlich nicht auf Geräten installiert wird.

Flash frisst Ressourcen. Nicht nur ein bisschen, wie eine Schildkröte von einem Salatblatt knabbern würde, nein, Flash ist der Heuschreckenschwarm der über die Felder der Landwirte jagt und nur totes Gestrüpp und fehlende Prozessorleistung für andere Anwendungen hinterlässt! Damit nicht genug, wenn etwas Ressourcen frisst, werden die Bauteile, die diese liefern, auch entsprechend mehr belastet. Sie werden warm, unheimlich warm, weil sie auch mehr Strom benötigen. Läuft irgendwas in Flash auf einer offenen Seite verbraucht das Gerät, auf dem es läuft, mehr Strom. Bei einem Desktop-PC kein Problem, da kommt der Strom aus der Steckdose und die Kühlung ist auch recht einfach, weil schon ein Miditower unglaublich viel Platz für Lüfter und Kühler bietet. Bei einem Notebook sieht es da schon anders aus, alle Komponenten hocken aufeinander, als würden sie in einer kalten Weihnachtswinternacht um ein Lagerfeuer sitzen, und das Lagerfeuer ist in diesem Falle die CPU. Man hat kaum Platz zur Kühlung, die Lüfter müssen klein sein weil ein Notebook schlicht nicht hoch genug ist, um einen 240mm Lüfter zu beherbergen. Und mit kleinen Lüftern kommt auch eine entsprechende Lautstärke, die man noch eher wahrnimmt als bei einem Desktop-PC, da man das Notebook direkt vor sich hat und es nicht 1+ Meter von einem entfernt steht. Weil ich mich gerade so prima dran erinnere, als das neue MacBook Air vorgestellt wurde, wurde gesagt: Flash ist nicht installiert. Warum?

With Flash ads consuming as much as 33 percent of the MacBook Air’s battery potential, it’s no wonder why Apple has demonstrated no interest in getting a version of Flash installed on its iPad, iPod touch and iPhone, all of which have much smaller batteries. ( appleinsider.com )

Und dann gibt es natürlich noch die Mobilgeräte, angefangen mit normalen Handys über Smartphones zu Tablets. Weniger Rechenleistung, noch weniger Platz/Fläche, um Wärme abzuführen und Lüfter erst recht nicht. Nicht zu vergessen, ein Miniakku, der bei aktuellen Smartphones so schon kaum einen Tag bei normaler Benutzung hält, wenn man durchgehend per WLAN surft gar nur ein paar Stunden. Da soll dann noch was mittels Flash abgespielt werden? Nein danke. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das ein Grund ist, warum es Flash nur für Android 2.2 gibt, welches nicht für jedes Android-Handy rauskommt (was ich irgendwie mies finde weil man doch eigentlich erwarten könnte, dass jeder die Updates kriegt aber meh, nicht mein Problem), dass es nur mittels Jailbreak auf ein iPhone 3GS/4 oder iPad zu kriegen ist und Windows Phone 7 es auch nicht unterstützt.

Oh und die unzähligen Sicherheitslücken, die Flash enthält, mag man natürlich auch nicht außer Acht lassen. Es ist doch amüsant, dass von Sicherheitsexperten geraten wird: Browser, Flashplayer und PDF-Reader auf dem neuesten Stand halten.

Flash ist heutzutage nahezu obsolet geworden, dank HTML5, CSS3 und dem ganzen Javascript Krimskrams, der da drinsteckt. Alles ist im Browser drin!
Und das ist eine Kleinigkeit, die mich auch gewaltig aufregt, Flash ist einfach nicht in den Browser integriert, es hockt da parasitär drin herum und ignoriert alles drumherum! Ich bin jemand, der gerne viel mit Tastaturkürzeln macht, weil es schneller geht. Lasse ich aber gerade ein YouTube-Video abspielen und möchte den Tab wechseln, so erscheint einfach ein gelbes Kästchen um das erste Steuerelement des YouTube-Players, weil dieser als das gerade aktive Programm gilt, und nicht der Browser, wie es sein sollte. Dann muss man mühseligst die Hand zur Maus bewegen, außerhalb der Flashanwendung einen Bereich anklicken und dann darf man das tun, was man wollte. Argh, Flash! >:c

Und Facebook auch! >:C

Dec 19 2010

Hallo!

Immer mal wieder passiert es, dass irgendwo im Internet oder irgendwer in meinem Bekanntenkreis über ein iPhone oder ein höherwertiges Android-Smartphone redet und dabei die Rede natürlich auch auf den Touchscreen kommt. Mehr als nur einmal habe ich jetzt gehört, dass der Touchscreen mit Wärme funktioniert. Weil man ihn ja mit Handschuhen nicht bedienen kann. So weit, so logisch, durch Handschuhe kommt die Wärme der Hand nicht durch und somit auch nicht auf den Bildschirm, nichts kann sich tun.

Bis man dann auf die Bezeichnung dieser Touchscreenart kommt, kapazitiv. Nicht thermisch. Darüberhinaus müsste der Screen absolut durchdrehen, wenn es Sommer ist und die Temperatur des Bildschirms auf 36,x° steigt, keine Eingabe der Hand mehr erkennen können und auch sonst einfach randomisiert alle möglichen Apps starten, SMS schreiben und Telefonnummern anrufen. Aber das ist noch nie passiert und wird bei kapazitiven Touchscreens auch niemals passieren, weil sie nicht mit Temperatur sondern mit, wie andere Touch(screen)arten auch, mit Strom. Einfach ausgedrückt ist auf dem Glas des Bildschirms ein elektrisches Feld. Wenn dann ein Finger ankommt und drauftappst, wird ein Teil dieses Stroms durch den Finger geleitet, das elektrische Feld ändert sich und die Elektronik in dem Bildschirm merkt das. Theoretisch hätte man damals auch einem Ritter mit Metallhandschuhen so ein iPhone in die Hand drücken können, aber dann hätte er einen der Hexerei bezichtigt und man wäre tot. Deshalb gab es das damals auch nicht.

Oh und Touchpads sind üblicherweise auch kapazitiv, nur nicht unbedingt Multitouch-fähig.

Hier ein Video aus der Sendung mit der Maus, wo es äußerst anschaulich erklärt wird.

Resistive Touchscreen funktionieren auch mit Strom, nur anders. Man hat zwei leitende Schichten, die durch eine dünne Schicht aus einem anderen Material getrennt sind. An beiden leitenden Schichten liegt eine Spannung an, drückt man die obere Schicht dann auf die untere, sind die beiden verbunden und die Spannung ändert sich, was die Elektronik erkennt. Lustigerweise sind auch resistive Touchscreens Multitouch-fähig, aber erstens ist das sehr ungenau und zweitens müssten die Punkte, die man gleichzeitig berührt, weit voneinander weg liegen, weil man sonst einfach nur eine große Fläche auf die untere Schicht drückt.

Es gibt noch andere Arten der “Touch”screens wie z.B. die optischen, wo Kameras im Rand des Bildschirms die Bewegungen der Finger aufnehmen, aber das ist ja eher exotisch…

Jetzt wo das aus dem Weg ist habe ich eine Frage an einen Gerätehersteller:

Acer, was zum Teufel?

Ein Notebook ohne Tastatur sondern Touchscreen an deren statt?! Aber sie haben recht, ich habe mir schon unglaublich häufig gedacht “Mensch, tippen auf dem iPhone ohne jegliches haptisches Feedback ist schon eine prima Sache, weil man dann ständig auf die Tastatur schauen muss. Warum macht man das nicht auch mal bei Notebooks?” Und Acer hat mich erhört. Wenn man schon die Wahl hat zwischen klar abgegrenzten Tasten und einer großen, flachen Glasplatte zum Tippen, was nimmt man da wohl?

Ich dachte schon, dass die Desktop-Bildschirme mit Touchunterstützung dämlich wären, weil, nunja, sie stehen normalerweise 50-100 cm, wenn nicht noch weiter, vom Nutzer entfernt. Spiegeln. Und ziehen Fingerabdrücke auch aus den entferntesten Ecken des Zimmers an. Nicht zu vergessen, dass sie vertikal stehen! Man kann Steve Jobs vieles nachsagen, aber eines hatte er in seiner Keynote im…Oktober glaube ich absolut korrekt festgestellt: es ist unangenehm, längere Zeit einen Touchscreen in der Vertikalen zu bedienen. Der Arm ermüdet unglaublich schnell, man muss sich rüberbeugen bzw. den Bildschirm nahe bei sich stehen haben und ganz ehrlich, keines der großen Desktop-OS’ ist auf wirklichen Touchbetrieb ausgelegt, jedenfalls nicht mit dem Finger. Und da kommt Acer fröhlich an und packt nicht nur einen, sondern gleich zwei Touchscreens in ein Notebook. Es kommt einem langsam so vor wie bei dem 3D-Hype, alles hat heutzutage Touch zu sein und dementsprechend zu spiegeln, sonst liegt man nicht im Trend.

Solange man seine Fingerposition auf dem Bildschirm nicht blind erkennen kann, solange sind auch solche Ideen absolut nutzlos. Ist zwar ein netter Gag, dafür aber um die 1.500€ ausgeben ist es jedenfalls mir, und hoffentlich auch vielen anderen, nicht wert. Die Industrie muss langsam merken, dass reine Touchbedienung nicht immer das Gelbe vom Ei ist. Im Smartphonebereich haben sie es langsam gemerkt, warum sonst kommen vermehrt Slider auf den Markt mit vollwertiger realer Tastatur? Vielleicht bringt Acer dann ja demnächst ein Iconia v.2 auf den Markt.

Mit ausschiebbarer Tastatur.