Nov 26 2010

Hallo!

Da streife ich sorglos durch ein Forum, Ausschau haltend nach interessanten Threads, als mir einer ins Auge sticht, der von der “Nostalgia-music” handelt. Au Junge, sowas ist immer prima, da kommen dann so tolle Sachen wie die Hansons oder Eagle Eye Cherry! Schnell auf den Thread geklickt und eine Flut von YouTube-Links überschwemmt mich, mit keiner wirklich weiterführenden Beschreibung als “Nostalgia’d”. Also den Link angeklickt und

Dieses Video enthält Content von Sony Music Entertainment und UMG. Es ist in deinem Land nicht verfügbar.

Bei jedem Video. Keine Ausnahme. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als den YouTube Link bei Google einzufügen, zu schauen, was die Ergebnissuche an YouTube-Videos auswirft, die alle entweder obige oder diese

Dieses Video ist in deinem Land nicht verfügbar. Learn more .

Meldung ausspucken, liest sich deren Beschreibung durch und sucht dann auf anderen Videostreamingportalen nach eben diesem Lied. Wirklich, fucking brilliant Musikindustrie, anstatt Leute EURE Musikvideos anschauen zu lassen wird einfach mal grundsätzlich alles gesperrt oder der Sound entfernt, falls ein Nutzer es wagen sollte, sein Video mit eurer Musik zu unterlegen. Nicht, weil er damit eure Rechte verletzen will und Abermilliarden Menschen euer Lied kostenlos geben will. Er möchte das Lied nur benutzen, weil er es sehr mag und es gut zum Video passt.

Und das ist nichtmal der Kracher, nein, es kommt tatsächlich besser! Sie sperren die Videos auf ihren eigenen YouTube-Accounts, aus welchen Gründen auch immer. Ich könnte mich jedes Mal im Kreis drehen, wenn ich mich so durch die Recommended for you Liste klicke und ein Video auf dem offiziellen Sony Account in meinem Land nicht verfügbar ist, obwohl das Lied/Album/Video hier schon längst erschienen ist.

Und wer Pech hat, dessen Video wird gleich direkt gelöscht. Ich lasse mir für euch noch einen Extradaumen wachsen, Musikindustrie, denn ihr habt mindestens drei davon verdient die gen Himmel ragen.

Warum wird dieser Mist gemacht? Aus Angst, dass man sich die Lieder runterladen kann, aus irgendeinem mistigen 240p Video, was schlimmer klingt als aus einem Handylautsprecher? Weil ihr wirklich nicht wollt, dass man sich im Vorfeld ein Bild von dem ganzen Album macht, von dem einem das bisher einzige veröffentlichte Lied gefällt? Man kann mir sagen was man möchte, aber ich glaube nicht, dass die Downloads von Liedern über YouTube den Gewinn der Plattenlabels wirklich merklich verkleinerten, noch glaube ich, dass damit irgendwelche Rechte von Künstlern geschützt werden. Das einzige, was man meiner Meinung nach bewirkt, ist dass verhindert wird, dass man neue Musik und Künstler entdeckt, während man sich durch die Videos klickt. Oh und natürlich ein beträchtlicher Imageschaden, denn ich kann die ganzen Namen der “großen” Labels nicht mehr sehen. Da lobe ich mir die kleineren Labels, die es einfach zulassen, dass die Musik ihrer Künstler tatsächlich auch auf YouTube gehört werden kann.

Wofür ist YouTube denn sonst noch gut, wenn nicht für Musikvideos? Oh, richtig.

Guruvideos.

Nov 26 2010

Hallo!

Eingebildet wie ich bin, zähle ich mich eher zu den nerdigeren Leuten, dank meiner Hobbys (fällt es mir schwer das so zu schreiben!) und Interessen. Ich mag es erstaunlich gerne, Freitag Abend am Computer zu sitzen und im Internet zu sein, wie zum Beispiel heute! Oder die PS3 anzuwerfen und zu spielen. Und da gibt es natürlich noch meine ehemals liebes Hobby Warhammer. Mittlerweile ist es mir zu teuer geworden und meine Hände vermutlich auch zu unruhig, aber ich habe unheimlich gerne die kleinen Figürchen gesammelt und angemalt. Um das Bild zu komplettieren, mein “Hobbyraum” war im Heizkeller, weil ich da nichts versauen konnte und er sowieso für nichts anderes mehr verwendet wurde als zum Lagern von Werkzeugen, heizen und Spinnen ansammeln. Zum Glück waren es nur diese lustigen Knubbelspinnen mit riesenlangen Beinen und eine Kugel als Körper, deswegen war es nicht allzu schlimm weil sie irgendwie lustig anzusehen sind.

So verbrachte ich meine Jugend, im Keller sitzend, über kleine Figürchen von Space Marines, Tyraniden, Tau und später dann Hochelfen und Untoten gebeugt, der Geruch von Plastikkleber (kleiner Drei) und trocknender Sprühfarbe in der Luft, Stunde um Stunde bis ich dann einen Trupp fertig hatte oder keine Lust mehr hatte. Dabei hörte ich Seeed, Mudvayne oder Korn und immer, wenn ich bestimmte Lieder höre, werden diese Erinnerungen wieder getriggert. Das ist schon toll c:

Ebenso gehe ich gerne ins Kino, schaue mir Filme zu Hause an und bin ein Fan von Serien, ob mit realen Schauspielern oder gezeichnet. Mein Regal hinter mir zeigt es an. Und Musik wird natürlich auch bei so ziemlich allem gehört, was ich mache, nicht um meinen last.fm-Account aufzupäppeln sondern weil Musik einfach toll ist, die Zeit schneller vergehen lässt, die Stimmung der Situation unterstützt und Gefühle in einem auslöst.

Komischerweise sind diese Dinge nicht so sehr bei den “normalen” Mitmenschen angesehen. Erzählt man ihnen davon, wird man im besten Falle komisch angeschaut, im schlimmsten Falle ausgelacht. “Sag nicht du machst SOWAS? Bist du 12?!” Und dann frage ich mich jedes Mal: welche Hobbys haben diese Leute eigentlich? Und nicht nur mich selbst frage ich das, ich frage auch die Leute, denn wenn ich mir selbst die Frage stelle, komme ich nie auf eine Antwort. Ich wüsste wirklich nicht, was man sonst noch so als Hobby haben sollte.

Wie es scheint, sehen “normale” Leute Dinge wie “Party machen” oder “shoppen” als Hobby an, denn das ist so ziemlich das einzige, was sie sagen. Manchmal kommt auch noch Sport, was ich tatsächlich anerkennen würde, aber dann geht es weiter mit “Mit Kumpels saufen gehen und Weiber aufreißen!” und ich möchte sie am liebsten wegschubsen. Pf. Solche Sachen sind keine Hobbys für mich, das ist sozialisieren.”Hey, was sind denn deine Hobbys?” -”Ich rede mit anderen Leuten.”

…Menschen…

Nov 24 2010

Hallo!

Warum habe ich schon so lange wieder nicht gebloggt? Zum einen liegt es daran, dass ich wieder fast eine Woche in NRW verbracht habe, wo ich nicht die Möglichkeit hatte, etwas zu veröffentlichen, und zum anderen an einem Spiel, welches mich überaus flott süchtig machte. Aber erst eine kleine Vorgeschichte.

Weil mich MSN for Mac und Adium nervten, weil sie entweder schäbig oder langsam beim Datentransfer waren (oder gleich beides bei MSN for Mac), habe ich Parallels Desktop 6 und Windows 7 als virtuelle Maschine installiert. Direkt danach noch Microsoft Office 2010 weil Office for Mac 2011 irgendwie sehr träge bei mir ist. Ich hätte gerne mehr Arbeitsspeicher…und 8GB sind nichtmal so obszön teuer…hach. Wenn man Geld hätte. Wie dem auch sei, sobald Windows irgendwo installiert ist, muss man natürlich auch probieren, Spiele daraufzupacken. Der erste Versuch, der auch sogleich erfolgreich war, war Ragnarok Online, ein MMORPG aus Korea, wenn ich mich recht erinnere, welches ich sehr gerne immer mal wieder installiere und ein wenig spiele, allein schon wegen des Nostalgieeffektes. Es lief gut und wenn etwas gut läuft, dann macht man auch weiter, also überlegte ich, welches andere, wenig anspruchsvolle Spiel ich gerne hätte. Da drängte sich langsam wieder ein Gedanke in meinen Kopf, den ich bisher immer verdrängen musste, weil es mir nicht möglich war, ihn umzusetzen. Und dieser Gedanke schrieb auf einen Zettel folgende Worte:

Recettear: An Item Shop’s Tale

Das hat er direkt darunter gemalt!

Recettear ist ein Indie-Spiel aus Japan, was ja schonmal vorkommen kann, doch hat es ein Alleinstellungsmerkmal hier in unserer westlichen Welt: es ist das erste japanische Spiel, welches über Steam vertrieben wird! Richtig gehört, man kriegt es über Steam!

Das Spiel beginnt mit einer kleinen Einleitung des Hauptcharacters Recette, ein junges Mädchen dessen Vater zum Questen in die weite Welt hinausgegangen ist. Da ein Abenteurer aber nur begrenzt Hosentaschenplatz hat, hat er eine Kleinigkeit bei Recette zurückgelassen.

Schuldenberge!

Und diese wollen abbezahlt werden, worum sich eine kleine Fee namens Tear kümmern soll. Schon so einen gewissen Zusammenhang zwischen den Charakteren und dem Spielnamen entdeckt? Ja? Kluch seid ihr! Tear erzählt Recette, dass sie eigentlich das Haus pfänden könnte, damit die Schulden abbezahlt sind, doch sie möchte lieber einen anderen, feemaneren Weg gehen. Sie möchte, dass Recette einen Item-Shop eröffnet und die Schulden durch die Einnahmen von diesem bezahlt, denn wie es der Zufall so will, lebt Recette in einem Städtchen, welches für eine hohe Abenteurer- und Heldendichte bekannt ist. Und diese brauchen eine Menge Krams. So wird das Haus zu einem kleinen Item-Shop namens Recettear umgebaut und das Spiel beginnt.

Da ist der Shop...nicht mehr so klein.

Das Spiel ist, wie man jetzt schon vermuten kann, eine Parodie auf Rollenspiele, denn hier sind die Rollen vertauscht. Man ist der Ladenbesitzer, der den ganzen Tag hinter seiner Theke gammelt und darauf wartet, dass ihn jemand anspricht. Dabei kommt es immer wieder zu brillanten Situationen, wenn zum Beispiel ein Mann sagt, dass seine Frau ihn schickte, um was zu kaufen. Eine Plattenrüstung aus Silber. Oder ebendieser Mann am nächsten Tag in den Laden schneit und sagt, dass ihm seine nun verstorbene Großmutter diese Kirsche hinterlassen hat, die er in schlechten Zeiten verkaufen solle. Dabei kann man, wie es ein anständiger Händler tut, gehörig am Preis schrauben. Kommt nun ein Opa an die Theke und möchte das Kampfmesser kaufen, welches er wirklich dringend benötigt weil er ja ein Opa ist und Opas sowas immer benutzen, beginnt das Feilschen in einem kleinen “Minispiel”.

Capitalism, HO!

Gegenstände haben einen Basispreis, den man dann, wenn man verkauft, in die Höhe schrauben kann, wie es einem beliebt. An dieser Stelle würde jeder Kaufmann aufhören zu lesen, sich freudig in die Hände klatschen und TicTac für 300€ pro Packung verkaufen. Dummerweise ist da noch der Kunde, und der hat nicht nur begrenzte Geldmittel sondern auch eine begrenzte Toleranzgrenze für Preise, die man ihm aber auf dem ersten Blick nicht ansehen kann. Und so probiert man Anfangs für jeden Kunden vorsichtig aus, ab wann er einem das erwünschte Breitschwert ins Gesicht schlägt und wann er einem Geld gibt. Leider hat man dazu meistens nur maximal zwei Versuche und wenn auch der zweite Versuch fehl schlug, geht der Kunde. Wenn der Kunde einem etwas verkaufen möchte, ist es genau umgekehrt, man drückt den Preis so weit es geht ohne den Kunden dabei zu beleidigen. Jede erfolgreiche Transaktion bringt einen gewissen Erfahrungspunktegewinn mit sich mit Boni wenn man in der Nähe des vom Kunden gewünschten Preises landete oder gar genau diesen traf (was man nur zufällig hinkriegt). Diese Erfahrungspunkte gehen dann auf das Händlerlevel, mit dem man nach und nach neue Gegenstände, Anbauten für den Shop oder neue Möglichkeiten der Item-Fusion freischaltet.

Jedoch tut sich dort ein kleines Problem auf. Das Feilschen selbst macht ungeheuren Spaß, vor allem, wenn man einen gerade sehr begehrten Gegenstand für über 280% des Basispreises verkauft und der Kunde sich über den günstigen Preis freut. Klappt das im ersten Anlauf, erhält man einen “Just”-Bonus auf die normalen Erfahrungspunkte, die sich mit jedem weiteren erfolgreichen (Ver-)Kauf verdoppel bis zu einem Maximum von 128. Doch wenn auch nur ein einziger Versuch des Feilschens fehl schlägt, wird der “Just”-Bonus wieder auf 0 gesetzt, man fängt von vorne an. So kann man sich letzten Endes nur entscheiden, ob einem das Geld oder das Händlerlevel in dem Moment wichtiger ist. Etwas schade.

Ist der Laden am Ende einer der vier Tageszeiten (Morgens, Mittags, Abends, Nachts. Für die unkluchen unter uns) leer gekauft oder hat mal keine Lust auf verkaufen, kann man in die Stadt gehen und sich dort umschauen.

Pensee

In der Händlergilde kann man einige Rüstungen und Waffen kaufen, auf dem Markt so ziemlich alles andere, auf dem Stadtplatz, in der Kirche oder dem Pub Personen treffen und dabei amüsante Situationen erleben

Das funktioniert sicher.

und in der Abenteurergilde kann man Dungeons betreten. Doch bevor ich zu diesen komme, muss ich nochmal auf die Tageszeiten zu sprechen kommen, denn diese sind von äußerster Wichtigkeit in Recettear.

Jede Aktion verbraucht Zeit. Und Zeit ist im normalen Spiel begrenzt, dank des Vaters Schulden und der Tatsache, dass Tear am Ende jeder Woche einen immer weiter steigenden Geldbetrag haben möchte. Öffnet man den Shop zum Verkauf, so verbraucht das eine Zeiteinheit. Geht man in die Stadt, schaut sich dort um und kehrt zurück in den Shop, verbraucht das eine Zeiteinheit. Geht man in einen Dungeon verbraucht das sogar 2 Zeiteinheiten. Man muss also gut überlegen, ob man nicht lieber nochmal den Laden öffnet oder doch lieber die Vorräte aufstockt.

Zurück zur Abenteurergilde! Früh im Spiel trifft man den ersten Abenteurer, Louie, mit dem man von da an durch die Dungeons ziehen kann, bis man weiterere Abenteurer freischaltet. Ein Dungeonabschnitt besteht aus 5 Leveln, die mit Monstern und Schatzkisten gefüllt sind. Und an dieser Stelle ist man dann doch wieder in einem “normalen” Rollenspiel, da man mit dem Abenteurer Monster zerschlägt, Gegenstände und Erfahrung sammelt und Skills einsetzt. Alles natürlich weit weniger komplex als in einem ausgewachsenen Rollenspiel.

Ich mag Louie, mhm.

Es ist schon etwas komisch, dass man dann doch wieder in einem Rollenspiel ist, aber die Entwickler haben sich vermutlich gedacht, dass “nur” der Itemshop zu langweilig wäre und haben deswegen noch dieses Element hinzugefügt. Und sie haben wirklich gute Arbeit geleistet! Die Monster sind einfallsreich und haben alle verschiedene Angriffsschemata und Besonderheiten, es gibt verschiedene Fallen in den Dungeons und in jedem 5. Dungeonabschnitt einen Boss. Und diese Bosse haben es in sich. Für jeden Boss muss man sich eine eigene Taktik aussuchen, so ist der erste Boss ein riesiger, blauer Glibberknubbel mit Krone, der versucht, auf den Abenteurer zu hüpfen. Je öfter er dabei hüpft, umso kleiner wird er und umso höher wird der Schaden, den man an ihm anrichten kann. Das zu bewerkstelligen ist schwieriger, als es sich im ersten Moment anhört, doch das war noch nicht alles. Denn regelmäßig kommen kleine blaue Glibberknubbel in die Kampfarena, greifen den Abenteurer an und, wenn der Bossknubbel auf einen Minionknubbel hüpft, regenerieren sie diesen komplett und man richtet wieder keinen Schaden an. Oder man kämpft gegen eine Riesenratte mit Brecheisen, die immer mal wieder aus dem Boden sprießende Pilze isst. Die roten heilen ihn, die lilanen sind fies für ihn. Dummerweise hab ich Anfangs grundsätzlich alle Pilze kaputtgehauen und versucht, die 300+HP des Bosses mit meinen 1 oder 2 Schaden pro Schlag wegzuknüppeln. Und dann hat er doch noch einen roten Pilz erwischt und alles war für die Katz. Mein Gesicht war >:c

Die im Dungeon gesammelten Items kann man dann in seinem Shop verkaufen oder in der Händlergilde zu verschiedenen, nicht-erwerbbaren Gegenständen mittels Fusion zusammenschmelzen und so an besonders wertvolle Waffen, Rüstungen oder Tapeten kommen. Die man dann in seinem Shop verkaufen kann oder zu noch besseren Sachen fusionieren kann!

Reccetear ist ein wunderbares Spiel, aber wirklich absolute Geschmackssache. Wenn man mit dem Animestil zurecht kommt, ist die Grafik wirklich sehr gut gelungen, alles ist liebevoll gezeichnet und wirkt wie eine Visual Novel. Die Musik schlägt ebenfalls in eine eher zuckersüße Kerbe

geht einem nach einigen Stunden Spielzeit nicht mehr aus dem Schädel und das Spielprinzip, ja…ja. Es ist speziell und wirklich nicht Jedermanns Sache. Glücklicherweise gibt es eine Demo des Spiels, sodass man bevor dem Kauf schauen kann, ob es einem gefällt.

Übrigens gibt es nachdem das normale Spiel beendet ist eine Menge neuer Spielmodi, New Game+, zwei Varianten, in denen man gegen immer weiter ansteigende Schulden ankämpfen muss und das Endlosspiel. Man hat also noch genug zu tun. Schaut es euch an!

Ho!

Nov 03 2010

Hallo!
Ich habe schon länger nicht mehr anständig was gebloggt, doch das wird jetzt einfach mal geändert.

So ganz sicher bin ich mir nicht mehr, aber ich glaube, ich habe noch gar nicht hier von einem der tragischsten Ereignisse berichtet, welches mein Technik-Ich berührte: mein Computer ist kaputt gegangen. Frohen Mutes kam ich damals aus NRW wieder nach Flensburg, dachte mir „Jetzt ein wenig Internet, das flenst, drückte aufs Knöpfchen und „Wwwwww——-Wwwwwwww—-Wwwww“ (Translators note: Wwwww ist das Geräusch der Lüfter). Er gab sich alle Mühe, er versuchte es wieder und wieder, aber es sollte alles nichts helfen. Mein PC wollte und wollte nicht hochfahren sondern lieber immer wieder neustarten. Mit Doppelpunkt C wäre mein Gesichtsausdruck längst nicht beschrieben, spiele ich doch gerne an meinem Rechner! Hach, ich vermisse Stalker schon ein großes bisschen. Und es kommen so viele spannende Spiele im Moment raus, das glaubt man kaum! Vor allem Fallout New Vegas stand ganz oben auf meiner Liste, und jetzt verstaubt es da. Natürlich könnte ich es mir für die PS3 kaufen, aber seien wir mal ehrlich, Fallout New Vegas ohne Mods ist lehm. Allein schon die Möglichkeit, die Levelbegrenzung aufzuheben ist mir sehr wichtig, und diese gibt es nicht auf der PS3. Dafür gibt es da Demon’s Souls und das macht mir nach wie vor großen Spaß!
Nun, mein Rechner steht jetzt neben mir, sein Gehäuse leicht verkratzt, Staub sammelt sich auf den daraufliegenden Tastaturen und das Schlimmste ist: IRGENDWIE läuft er. Nachdem ich die Festplatte ausgebaut hatte, um wenigstens noch an meine Daten zu kommen, und ich ihn einige Tage hab stehen lassen, probierte ich einfach nochmal aus, ob er nicht doch angeht. Und er tat es. Nur leider waren die Geräusche, die er dabei von sich gab alles andere als gesund, als würde das gesamte Rechnerinnere aus Schiefertafeln und Nägeln bestehen. Deswegen überlege ich mir, einfach alles was geht auszubauen und über eBay zu verkaufen.

Und das ist was völlig neues für mich! Ich habe bisher exakt EINEN Gegenstand über eBay verkauft und das war eine kleine 2,5“ externe Festplatte von WD…oh, sie war so hübsch und ich hätte sie gerne wieder… Wie dem auch sei, das war vor einiger Zeit, ich glaube zwei Jahren und seitdem hat sich viel bei eBay getan. Z.B. die ganze Sache mit PayPal. Somit musste ich mir erstmal einen eBay Account anlegen (und da einen Namen zu finden ist nicht so einfach!) und dann noch bei PayPal, während ich die ganze Zeit keine Ahnung hatte, ob sie in irgendeiner Form miteinander verknüpft sind und dass ich zu 100% irgendwas sehr sehr falsch gemacht habe. So falsch, dass am Ende Leute von eBay vorbeikommen und mir eine Ohrfeige geben weil ich so einen Mist gebaut hab. Vermutlich kamen sie auch vorbei, aber ich war in der FH…oh Gott, wenn sie in den Semesterferien wieder kommen…!
Warum ich das ganze gemacht habe? Erstens ist Geld eine prima Sache, wenn man es hat und zweitens sammelten sich bei mir über die Jahre ein paar technische Gerätschaften an, die ich nicht mehr wirklich benutzte. So kam es dann, dass ich mein gutes, altes Sony Ericsson K810i oder so ähnlich versteigerte und eine meiner Meinung nach sehr angenehme Menge Geld erhielt. Danke nochmal an den Bieter! Doch damit nicht genug, oh nein. Hier gibt es noch weitere Sachen, die ich verkaufsteigern könnte, wie zum Beispiel meine kaputte Geforce 8800 GTX. Da scheinen einige Leute komischer- und glücklicherweise ziemlich drauf zu bieten…vielleicht, weil auch sie erkannt haben, dass es niemals eine bessere Grafikkartenreihe als die 8800er gab und sie eines dieser Gottesgeschenke eigentümern wollen.

Ganz im Ernst, die 8800 GT(X) ist ein Meisterwerk und die einzige neue Karte, die meiner Meinung nach an diese Prima-igkeit reichen kann, ist die neue Geforce GTX 460 1024MB. Und vielleicht noch die 480er.
Es ist schon amüsant, wie sich der Kreis schließt, damals, in meinem ersten ganz eigenen PC, ich glaube es war der erste oder zweite Aldi-Rechner, da steckte eine Geforce 460 MX drin. Oder 440 MX? Heutzutage wird sie wohl schon von Chipsatzgrafik geschlagen, aber das war mir damals egal. Ein eigener Computer, das hieß Freiheit! Ich konnte mir alle Spiele installieren, die ich installiert haben wollte! Es bestand nicht die Gefahr, dass ich aus Versehen alle Daten meines Vaters löschte und dann vorsichtig mit einem Hammer auf die Festplatte hauen sollte, damit es wie ein Headcrash aussieht! Nein, ich war diesem Gefängnis entkommen und habe das Paradies eines jeden jungen Nerds betreten! Ein glorreicher Tag war es.

Ich habe jetzt irgendwie ein Stück weit vergessen, was ich hier überhaupt hinschreiben wollte, aber das ist ja recht egal, da ich jetzt 1 ½ Seiten mit Worten gefüllt habe, deren Sinn mir mittendrin entfloh. Und jetzt irgendwo in meiner Wohnung rumrennt, vielleicht in der Küche.

Und wo ich jetzt prima zur Küche übergeleitet habe: Bratkartoffeln! Meine Schwester hat mir vor einige Wochen erzählt, dass ihr Freund sich manchmal Bratkartoffeln zum Frühstück macht. Und da dachte ich nur „Bwuh?“. Das ist doch voll viel Arbeit ist das doch! Erst Kartoffeln schälen und dann kochen und dann braten und dann essen, da hat man doch gar keine Zeit für. „Aber nein! So höre mich doch an!“ sagte meine Schwester. „Er kocht sie gar nicht vorher, das geht auch so!“
Hatte meiner Schwester ihr Freund da ein neues Geheimnis entdeckt, wie man Bratkartoffeln brät? Ich wollte, ich MUSSTE, investigieren, denn Bratkartoffeln rocken meine Socken aber es dauert immer so lange, sie vorher zu kochen. Schnell drehte ich mich um und ging in meine Küche, holte die Kartoffeln und die Bratpfanne hervor, sagte meinen Kochtöpfen „Dudes, tut mir Leid aber heute werdet ihr kein Wasser zum Kochen bringen.“ und begann mit den Vorbereitungen. Kartoffeln schälen, in Stückchen schneiden, Bratpfanne auf die Herdplatte und gutes Ja! Olivenöl extra jungfräulich hineingekippt und gewartet. Und gewartet. Die Hand drübergehalten und gewartet. Oh, Herdplatte war noch aus, angemacht und gewartet. Es war soweit. Mit einer gekonnten Handbewegung die Hälfte der Kartoffeln vom Brettchen neben die Pfanne geschoben, die andere Hälfte hinein und losgebraten! Mangels eines anderen Indikators nahm ich die Farbe der äußeren Kartoffelschicht als Zeichen dafür, wann sie fertig sein könnten, und als diese ein gesundes Schwarz erreicht hatten, kippte ich sie mir auf den Teller, Pommesgewürz drüber (ganz im Ernst, tut es.) und Mayo daneben. Endlich wieder Bratkartoffeln! Herzhaft biss ich hinein und um eine lange Geschichte kurz zu machen, Bratkartoffeln funktionieren einfach nicht ohne vorheriges kochen.

Punkt aus.